Logemann begrüßt Niedersachsen-Plan für mehr Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen zum Schuljahr 2018/2019

Bereits zum neuen Schuljahr 2018/2019 startet das Land Niedersachsen eine Reform der Erzieherausbildung, um mehr junge Frauen und Männer für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu gewinnen.

„Ich begrüße die Reform in der Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher ausdrücklich“, so die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann. „Hier wurden viele richtige und gute Schritte eingeleitet, um dem Fachkräftemangel im Bereich der Kinderbetreuung zukünftig entgegen zu wirken.“

Der „Niedersachsen-Plan: Mehr Fachkräfte für die Kita!“ sieht mehrere Bausteine vor. Die Ausbildungszahlen sollen weiter gesteigert werden, hierzu werden bis zu 500 zusätzliche Ausbildungsplätze für sozialpädagogische Bildungsgänge an berufsbildenden Schulen geschaffen.

Es soll eine Teilzeit-Variante in der Ausbildung geschaffen werden, die es ermöglicht, dass Auszubildende eine Vergütung vom Träger erhalten können. Durch den praktischen Einsatz in den Kindertageseinrichtungen neben der schulischen Ausbildung können die angehenden Sozialpädagogischen Assistenten/innen und Erzieher/innen eine Vergütung von den Trägern erhalten. Die Teilzeit-Variante der Ausbildung wird in Niedersachsen sowohl für den Berufseinstieg als auch für den Quereinstieg umgesetzt.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann hat sich für eine Ausbildungsvergütung stark gemacht: „Als gelernte Erzieherin weiß ich, wie unattraktiv und finanziell schwierig die anspruchsvolle und langjährige Erzieherinnenausbildung im Vergleich zu anderen Ausbildungen bislang war.“ Auch die Ausweitung des Praxisanteils begrüßt Logemann ausdrücklich: „Nirgends lernt man die Realität so gut kennen, wie in der Praxis. Nicht jeder, der theoretisch ein Ass ist, findet sich im Alltag einer Einrichtung wieder. Deshalb ist es wichtig früh genug und so viel wie möglich in der Praxis Erfahrungen zu sammeln. Der Wegfall des Schulgeldes an Schulen in freier Trägerschaft ist ebenfalls ein großer Schritt in die richtige Richtung und für die Gleichbehandlung.“ Dies ein dritter Baustein der Reform: Das Land Niedersachsen wird das Schulgeld für den Schulbesuch der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz und der Fachschule Sozialpädagogik an Schulen in freier Trägerschaft übernehmen. Im Falle einer Berücksichtigung im Haushalt kann die Maßnahme ab 2019 umgesetzt werden.

Der vierte Baustein der Reform ist die Erleichterung des Quereinstieges durch berufliche Vorbildung. Gesundheits- oder Kinderkrankenpfleger/innen, Heilerziehungspfleger/innen, Logopäden/innen, Ergotherapeuten/innen, Logopäden/innen und Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen können zum  neuen Schuljahr in die zweijährige Fachschule Sozialpädagogik aufgenommen werden. Die Ausbildung dieser Professionen wird anerkannt und ermöglicht die Verkürzung der Ausbildung auf zwei statt vier Jahre. „Die Erleichterung des Quereinstiegs für bestimmte und festgelegte Berufsgruppen unterstütze ich ausdrücklich. Hier wird ein Meilenstein gesetzt auf dem Weg zu multiprofessionellen Teams in den Einrichtungen. Mit ihren bereits erworbenen Berufsqualifikationen und der Weiterqualifizierung im erzieherischen Bereich erhalten wir ‚Allrounder‘, die den stetig gewachsenen Anforderungen im frühkindlichen Bereich Rechnung tragen“, so Logemann.